Schlagwort: Sudetendeutsche Landsmannschaft


  • Die Sudetendeutschen in Brünn: Let it go!

    Loslassen heißt nicht vergessen, sondern weitergehen. Gedanken vom Versöhnungsmarsch und dem Sudetendeutschentag. Ein Motto in drei Sprachen Let it go. Der Satz ist allgegenwärtig. Man kennt ihn aus einem berühmten Disney-Film, man kennt ihn aus Ratgebern zur Selbsthilfe, etwa von Dr. David R. Hawkins, der das Loslassen als Weg zur inneren Freiheit beschreibt. Aber mein…

  • Warum ich nach Brünn zum Sudetendeutschen Tag fahre

    Zwischen Erinnerung und Versöhnung, für meine Familie, Masaryks Mutter und die Wahrheit unserer gemeinsamen Geschichte. Meine Kindheit im Riesengebirge Ich bin im Riesengebirge aufgewachsen. Eine Landschaft, die schön ist, still, manchmal rau und voller Geschichten, die nicht immer erzählt werden. Meine Eltern wollten mich schützen, deshalb haben sie mit mir nur Tschechisch gesprochen. Deutsch blieb…

  • Erinnerung, Verantwortung und Versöhnung: David Heydenreichs Vortrag zum 80. Jahrestag des Brünner Todesmarschs

    Erinnern, verstehen, versöhnen: David Heydenreichs Vortrag zum 80. Jahrestag des Brünner Todesmarschs zeigte, wie Verantwortung Zukunft schafft. Das ASA-Seminar „80 Jahre Kriegsende und Beginn der Vertreibungen“ im Oktober 2025 am Heiligenhof widmete sich mit einzigartiger Tiefe der historischen Aufarbeitung und Erinnerung. Einer der prägendsten Kapitel der deutsch-tschechischen Geschichte ist der Brünner Todesmarsch von 1945. Im…

  • Dr. Bernd Posselt: Ende des 2. Weltkrieges ist der Anfang unserer Verantwortung

    Ende des 2. Weltkrieges ist der Anfang unserer Verantwortung. Dr. Bernd Posselt über Vertreibung, Erinnerung und die gemeinsame Zukunft in Europa Am letzten Tag des Seminars „80 Jahre Vertreibung – Die Ereignisse des Jahres 1945“ am Heiligenhof in Bad Kissingen trat Dr. Bernd Posselt ans Mikrofon. Was folgte, war keine Analyse, sondern ein leidenschaftlicher Appell…

  • Ein Junge aus Mährisch Ostrau, der Tschechisch sprach

    Ein Kind, zweisprachig aufgewachsen und doch zum Feind erklärt. Dr. Ottfried Pustejovsky erzählt von Flucht, Gewalt, Hoffnung und der inneren Kraft zu vergeben. Der Junge sprach Tschechisch, glaubte an das Gute und wurde dennoch geschlagen, erniedrigt, vertrieben. Am 5. Juli 2025 erzählte Dr. Ottfried Pustejovsky seine Geschichte. Eine Geschichte der Angst und der Versöhnung. „Was…

  • 16. März 1939 – Abschied von Böhmen Wenzel Jaksch

    Vor Kurzem hatte ich das Vergnügen, mich mit dem Berliner Journalisten Ulrich Miksch am Heiligenhof zu unterhalten. Er erzählte im Rahmen des Seminars „80 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs und die Vertreibung der Sudetendeutschen – Gedenken und Lernen. Teil 1: Der Weg zur Vertreibung“ die beeindruckende Geschichte „Abschied von Böhmen“ von Wenzel Jaksch, einem sudetendeutschen…

  • Brückenbauen und Erinnern: Der 4. März 1919

    Der 4. März 1919 ist ein Datum, das in der deutschen und tschechischen Geschichte einen tiefen Einschnitt markiert, aber in der tschechischen Erinnerungskultur weitgehend in Vergessenheit geraten ist. An diesem Tag fanden in mehreren sudetendeutschen Städten Demonstrationen für das Selbstbestimmungsrecht statt, die von der neuen tschechoslowakischen Armee blutig niedergeschlagen wurden. 54 Menschen kamen dabei ums…

  • Prof. Dr. Suppan eröffnet im Heiligenhof: Der Weg zur Vertreibung der Sudetendeutschen

    Am 14.2.2025 eröffnete der renommierte Historiker Prof. Dr. Arnold Suppan im Heiligenhof in Bad Kissingen die Veranstaltungsreihe „80 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs und die Vertreibung der Sudetendeutschen – Gedenken und Lernen„. Prof. Suppan, geboren 1945 in St. Veit an der Glan, Kärnten, studierte Geschichte und Germanistik an der Universität Wien. Nach seiner Promotion im…

  • Böhmische Dörfer: Dr. Ortfried Kotzians Streifzug durch die deutsch-tschechische Geschichte

    Das Wochenseminar „Deutsch-tschechische Wechselbeziehungen – grenzüberschreitende Konzepte und Projekte“ vom 12. bis 15. November 2024 brachte auch den Vortrag von Herrn Dr. Kotzian. Ich Henry Ertner hatte das Vergnügen auch mit dabei zu sein. Kennen Sie die Redewendung „Das sind für mich böhmische Dörfer“? Sie beschreibt etwas Unverständliches, Fremdes. Ironischerweise spiegelt sie genau das wider,…

  • Eine Brücke zwischen zwei Welten: Ideenwerkstatt in Haindorf/Hejnice

    Manchmal gibt es Orte, die mehr sind als nur Schauplätze eines Treffens – sie werden zu Brücken, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbinden. Für mich Henry Ertner wurde das Kloster Haindorf/Hejnice im Isergebirge genau zu einem solchen Ort. Vom 13. bis 15. September 2024 hatte ich die Gelegenheit, an der Ideenwerkstatt „Sudetendeutsch-Tschechische Kooperationen“ teilzunehmen…