Schlagwort: Sudetendeutsche Geschichte


  • Ein Junge aus Mährisch Ostrau, der Tschechisch sprach

    Ein Kind, zweisprachig aufgewachsen und doch zum Feind erklärt. Dr. Ottfried Pustejovsky erzählt von Flucht, Gewalt, Hoffnung und der inneren Kraft zu vergeben. Der Junge sprach Tschechisch, glaubte an das Gute und wurde dennoch geschlagen, erniedrigt, vertrieben. Am 5. Juli 2025 erzählte Dr. Ottfried Pustejovsky seine Geschichte. Eine Geschichte der Angst und der Versöhnung. „Was…

  • Nur ein Taschentuch zum Weinen

    „Nur ein Taschentuch zum Weinen“ dieser Satz, geprägt von Dr. Ortfried Kotzian selbst, fasst die Tiefe seines Vortrags im Heiligenhof eindrücklich zusammen. Er sprach über Vertreibung, die Wunden von 1945 und rief mit stiller Würde zu Menschlichkeit und Versöhnung auf. Am 5. Juli 2025 sprach Dr. Ortfried Kotzian in der Bildungsstätte Heiligenhof über das Schicksalsjahr…

  • „Hitlers Geist lebt weiter“ warum Tschechen bei der Vertreibung ebenso brutal waren wie alle anderen?

    Warum war die Vertreibung der Sudetendeutschen ebenso radikal? Prof. Dr. Manfred Kittel analysierte ihre historische Härte. Ein bewegender Aufruf zum Erinnern, Verstehen, Vergeben und zur Versöhnung. Am 5. Juli 2025 sprach Prof. Dr. Manfred Kittel im Rahmen des Seminars „80 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs – Gedenken und Lernen“ im Heiligenhof über die Beneš-Dekrete und…

  • 1945 ein Todesmarsch und 2025 ein Marsch der Vergebung

    Brünner Todesmarsch 1945 und 2025 ein Marsch der Vergebung. 27.000 Brünner vertrieben, 22.000 überlebten. Erinnern, Brücken bauen, vergeben auch an Hitler, Beneš, Heydrich, Pokorny und an sich selbst. Am 31.5.2025 bin ich 30 Kilometer von Pohořelice nach Brünn gelaufen. Nicht allein, sondern in Gemeinschaft, im Rahmen der Veranstaltung Meeting Brno. Es war anstrengend, die Sonne…

  • Er sprach besser Tschechisch als so mancher Tscheche und starb in Theresienstadt

    Prof. Dr. Gustav Pirchan war ein Prager zweisprachiger Historiker, Bürger der Tschechoslowakei, ein Sudetendeutscher Professor der Deutschen Karls-Universität. 1945 starb er im Lager Theresienstadt. Gustav Pirchan (1881–1945) war kein ideologischer Denker, kein politischer Akteur, sondern ein Archivbeamter, Professor und Brückenbauer zwischen Kulturen. Er sprach besser Tschechisch als so mancher Tscheche, war Bürger der Tschechoslowakei, lehrte…

  • Prof. Kockas Warnung aus Prag: Was wir gerade dabei sind zu vergessen?

    Prof. Jürgen Kocka sprach in Prag über Deutschlands komplexe Erinnerungskultur, über NS-Verbrechen, die Deutschen als Opfer, Vertreibung und den Aufstieg des Populismus. Seine Überlegungen sind ein wertvoller Beitrag zur Verteidigung der Demokratie. Am 13. Mai 2025 empfing die Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik einen der renommiertesten deutschen Historiker unserer Zeit, Prof. Jürgen Kocka. In…

  • Phantastisches Böhmen: Prof. Dr. Samerski über den Räuber Hotzenplotz, Otfried Preußler und die verlorene Heimat

    Im Eröffnungsvortrag der Reihe „Phantastisches Böhmen“ erzählte Prof. Dr. Stefan Samerski von Otfried Preußlers Kindheit, dem sagenhaften Räuber Hotzenplotz und einer verschwundenen Heimat. Am 28. April 2025 durfte ich Henry Ertner im Adalbert-Stifter-Saal in München dabei sein, als Prof. Dr. Samerski mit spürbarer Leidenschaft die neue Vortragsreihe „Phantastisches Böhmen“ eröffnete. Thema des Abends: Räuber Hotzenplotz,…

  • Hans und Edith – eine Liebe über Jahrzehnte, die auch mein Leben verändert hat

    Eine bewegende Geschichte über Vertreibung, Heimat und eine Liebe, die Jahrzehnte überdauerte. Wie Hans und Edith aus Hohenelbe getrennt wurden, sich wiederfanden – und mein Leben tief berührten. Kindheit in einem Dorf voller leerer Häuser Mein Vater Jan Ertner war in meiner Kindheit Agronom. Wir wohnten in Wildschütz, einem kleinen Ort nahe Trautenau im Riesengebirge.…

  • Reife zeigen durch Erinnerung – Wie junge Tschechen die Geschichte neu erzählen

    Immer mehr junge Tschechen zeigen Reife im Umgang mit der Geschichte. Sie schreiben über Geschichte, Vertreibung, Täter und Erinnerung – und bauen damit Brücken für eine gemeinsame Zukunft. Die Vergangenheit ist kein abgeschlossenes Kapitel. Sie lebt in Familien, in Städten, in stillen Lücken der Erinnerung. In Tschechien war die Auseinandersetzung mit der Vertreibung der deutschsprachigen…

  • Brückenbauen und Erinnern: Der 4. März 1919

    Der 4. März 1919 ist ein Datum, das in der deutschen und tschechischen Geschichte einen tiefen Einschnitt markiert, aber in der tschechischen Erinnerungskultur weitgehend in Vergessenheit geraten ist. An diesem Tag fanden in mehreren sudetendeutschen Städten Demonstrationen für das Selbstbestimmungsrecht statt, die von der neuen tschechoslowakischen Armee blutig niedergeschlagen wurden. 54 Menschen kamen dabei ums…