Kategorie: Geschichte


  • Todesmarsch nach Prag und die Hölle des Strahov Stadions

    1.300 Deutsche aus Příbram im Todesmarsch nach Prag Strahov Stadion getrieben, viele starben, auch der kleine Horst. Bis heute fehlt eine Gedenktafel. Erinnern, vergeben, Versöhnung leben. Nach meinem letzten Beitrag „Der dunkle Spiegel tschechischer Geschichte“ und „Mit ausgeliehenem Flugzeug in die Hölle“ folgt ein weiteres, bisher weitgehend vergessenes Kapitel der Nachkriegsgeschichte. Am Sonntag, dem 6.7.2025…

  • Der dunkle Spiegel tschechischer Geschichte

    Ein dunkler Spiegel tschechischer Geschichte – Postoloprty 1945 – steht für ein Trauma, das bis heute wirkt. Was einst verschwiegen wurde, lebt weiter, in den Kindern, Enkeln, in uns. Die Heilung beginnt mit dem Hinsehen. Am Heiligenhof in Bad Kissingen saßen wir zusammen, nachdem Ulrich Miksch uns Almar Reitzners Bericht nahegebracht hatte. Wir hatten gegessen,…

  • Mit ausgeliehenem Flugzeug in die Hölle

    Mit ausgeliehenem Flugzeug in die Hölle. 1945 flog Alma Reitzner als sudetendeutscher RAF-Offizier nach Prag, sah Misshandlungen, Folter und Morde und schwieg, damit er berichten konnte. Am Heiligenhof in Bad Kissingen saß Ulrich Miksch wieder am Rednerpult. Still, mit diesem besonderen Tonfall der Leidenschaft. Er sprach von einem Mann, der 1945 tat, was kaum einer…

  • Fünf tausend Selbstmorde in drei Monaten?

    Fünf tausend Selbstmorde in drei Monaten? Dr. Kateřina Portmann sprach im Heiligenhof über Angst, Schuld und die dritte Republik. Als einzige Frau, als Tschechin, als Stimme der Ehrlichkeit. Ein Vortrag, der tiefer geht als Gut und Böse. Ich habe schon über Dr. Kotzian „Nur ein Taschentuch zum Weinen“, Prof. Kittel „Hitlers Geist lebt weiter“ und…

  • Ein Junge aus Mährisch Ostrau, der Tschechisch sprach

    Ein Kind, zweisprachig aufgewachsen und doch zum Feind erklärt. Dr. Ottfried Pustejovsky erzählt von Flucht, Gewalt, Hoffnung und der inneren Kraft zu vergeben. Der Junge sprach Tschechisch, glaubte an das Gute und wurde dennoch geschlagen, erniedrigt, vertrieben. Am 5. Juli 2025 erzählte Dr. Ottfried Pustejovsky seine Geschichte. Eine Geschichte der Angst und der Versöhnung. „Was…

  • Nur ein Taschentuch zum Weinen

    „Nur ein Taschentuch zum Weinen“ dieser Satz, geprägt von Dr. Ortfried Kotzian selbst, fasst die Tiefe seines Vortrags im Heiligenhof eindrücklich zusammen. Er sprach über Vertreibung, die Wunden von 1945 und rief mit stiller Würde zu Menschlichkeit und Versöhnung auf. Am 5. Juli 2025 sprach Dr. Ortfried Kotzian in der Bildungsstätte Heiligenhof über das Schicksalsjahr…

  • „Hitlers Geist lebt weiter“ warum Tschechen bei der Vertreibung ebenso brutal waren wie alle anderen?

    Warum war die Vertreibung der Sudetendeutschen ebenso radikal? Prof. Dr. Manfred Kittel analysierte ihre historische Härte. Ein bewegender Aufruf zum Erinnern, Verstehen, Vergeben und zur Versöhnung. Am 5. Juli 2025 sprach Prof. Dr. Manfred Kittel im Rahmen des Seminars „80 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs – Gedenken und Lernen“ im Heiligenhof über die Beneš-Dekrete und…

  • 1945 ein Todesmarsch und 2025 ein Marsch der Vergebung

    Brünner Todesmarsch 1945 und 2025 ein Marsch der Vergebung. 27.000 Brünner vertrieben, 22.000 überlebten. Erinnern, Brücken bauen, vergeben auch an Hitler, Beneš, Heydrich, Pokorny und an sich selbst. Am 31.5.2025 bin ich 30 Kilometer von Pohořelice nach Brünn gelaufen. Nicht allein, sondern in Gemeinschaft, im Rahmen der Veranstaltung Meeting Brno. Es war anstrengend, die Sonne…

  • Er sprach besser Tschechisch als so mancher Tscheche und starb in Theresienstadt

    Prof. Dr. Gustav Pirchan war ein Prager zweisprachiger Historiker, Bürger der Tschechoslowakei, ein Sudetendeutscher Professor der Deutschen Karls-Universität. 1945 starb er im Lager Theresienstadt. Gustav Pirchan (1881–1945) war kein ideologischer Denker, kein politischer Akteur, sondern ein Archivbeamter, Professor und Brückenbauer zwischen Kulturen. Er sprach besser Tschechisch als so mancher Tscheche, war Bürger der Tschechoslowakei, lehrte…

  • Prof. Kockas Warnung aus Prag: Was wir gerade dabei sind zu vergessen?

    Prof. Jürgen Kocka sprach in Prag über Deutschlands komplexe Erinnerungskultur, über NS-Verbrechen, die Deutschen als Opfer, Vertreibung und den Aufstieg des Populismus. Seine Überlegungen sind ein wertvoller Beitrag zur Verteidigung der Demokratie. Am 13. Mai 2025 empfing die Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik einen der renommiertesten deutschen Historiker unserer Zeit, Prof. Jürgen Kocka. In…